Bürgerschützengesellschaft Warstein e.V.
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Die Entwicklung des Schützenwesens in Warstein

Im Mittelalter spielten die Schützengesellschaften eine große Rolle bei der Verteidigung der Städte. Sie waren besonders ausgebildete Bürger, die sich durch ständige Übungen an den Waffen auf die Abweisung von Angriffen vorbereiteten. In Warstein gab es einen „Schüttenhof“ am Dahlborn, etwa dort, wo jetzt das Altersheim steht. Dies war wohl das Übungsgelände für die Schützen der Stadt, außerhalb der Stadtmauern gelegen. Hier bereiteten sich die mittelalterlichen Schützen auf den Verteidigungsfall vor.

 Zur Verteidigung der Stadt waren alle männlichen Bürger verpflichtet. Dazu wurden die verteidigungsfähigen Männer in Rotten zu je 10 - 15 Mann eingeteilt. 1708 wurde ein Appell der 11 Rotten der Stadt durchgeführt, bei dem der Zustand der Waffen überprüft wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Schützen - Compagnie, so wurde die Vereinigung der Schützen in Warstein zu dieser Zeit genannt, aber längst ihre militärische Bedeutung verloren. Die Landesverteidigung war mit dem Ende des Mittelalters in die Hände des Landesherrn, in unserem Gebiet also des Kölner Kurfürsten übergegangen.

Die Schützen hatten jetzt andere Aufgaben in der städtischen Gemeinschaft übernommen. Dazu gehörten Polizeidienste und sozial-karitative Aufgaben, wie zum Beispiel die Betreuung von Kranken oder die Unterstützung von sozial schwachen Bevölkerungsschichten. Auch das Bestatten von Toten gehörte vielfach zu den Aufgaben der Schützen. Daneben hatte sich eine weitere Aufgabe der Schützen herauskristallisiert: die Durchführung des Schützenfestes mit dem Vogelschießen. Im nun folgenden Kapitel sollen in chronologischer Reihenfolge die bekannten Begebenheiten aus der Geschichte der Warsteiner Schützen angeführt werden.

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