Bürgerschützengesellschaft Warstein e.V.
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Geschichte der Südkompanie

Die Südkompanie umfasst den südwestlichen Teil Warsteins, eingegrenzt durch die Hauptstraße sowie eine Linie Pfarrer-Menge-Weg über Schul- und Friedrichstraße zum Kahlenbergsweg.
Die 1965 in Dienst gestellte Fahne zeigt auf ihrer Vorderseite als zentrales Motiv das alte Warsteiner Stadtwappen, in welchem der Stadtpatron St. Petrus vor der Darstellung einer Stadtmauer zu sehen ist. Vier kleinere Wappen auf dem Rand der Fahne stellen Bezüge zur politischen und religiösen Geschichte der 726-jährigen Stadt Warstein dar: oben befindet sich das westfälische Wappen mit dem springenden Roß auf rotem Grund; unten sieht man das arnsbergische Wappen (schwarzes Kreuz auf silbernem Grund) mit dem aufgetragenen Adler der Grafschaft Arnsberg. Das schwarze Kreuz auf silbernem Grund bildet auf der linken Seite das Wappen Kurkölns; ihm gegenüber steht das Paderborner aus gelb-roten Kreuzen auf silbernem Grund.

Die Rückseite der Fahne zeigt als beherrschendes Motiv den Patron der Deutschen, den Erzengel Michael, im Kampf mit dem Bösen, welches hier durch einen Drachen symbolisiert wird. Die Darstellungen im Hintergrund schlagen eine Brücke von den ersten Anfängen einer Siedlung im Warsteiner Raum hin zur heutigen Zeit, welche durch die Abbildung der 1857
 fertiggestellten Pfarrkirche St. Pankratius beschrieben ist. Demgegenüber steht die Kapelle in Altenwarstein, welche – im äußersten Süden der Stadt gelegen den Standort des ersten Warsteiner Gotteshauses und damit der ersten Ansiedlung von Menschen in dieser Gegend vor der 1276 erfolgten Stadtgründung markiert. Der Grundriss dieser Urkirche konnte durch Ausgrabungen in den 50er Jahren teilweise rekonstruiert werden; nach der Umsiedlung der
 Bevölkerung auf den Stadtberg und der Errichtung der Alten Kirche wurde sie jedoch ihrer liturgischen Bedeutung enthoben und war bis zum 16.Jahrhundert verfallen. Auf ihren Überresten errichtete man eine zu Ehren der Hl. Jungfrau Maria und des Hl. Antonius von Padua am 13. April 1600 geweihte Kapelle, die noch heute erhalten ist und seit Jahren durch die Südkompanie betreut und erhalten wird. Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts war sie Ziel feierlicher Prozessionen zu Christi Himmelfahrt und Mariä Heimsuchung.
Neben der Pflege dieses religiösen Kleinods findet hier seit einigen Jahren das traditionelle Kapellenfest statt, welches einen festen Punkt im Terminkalender der Schützen einnimmt. Außerdem errichtet die Südkompanie alljährlich ein Osterfeuer nahe der „Platte“, welches am Abend des Ostersonntags abgebrannt wird.

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